Hast du einen Interessenten für dein Unternehmen? Dann verkaufe!

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Ich war 12 Jahre alt. Wir saßen am Sonntag beim Frühstück. Meine Eltern, mein jüngerer Bruder, damals 10 Jahre alt, und ich.

Unser Vater berichtete, dass jemand für unser Gasthaus 2 Mio Schilling zahlen wollte. Inflationsbereinigt wären das heute 322.000 Euro. Das war damals der Jahresumsatz unseres Gasthauses.

Wir haben in der Familie besprochen, ob unsere Eltern das Gasthaus verkaufen sollen.
Heraus kam: nein.

Wie gesagt, die 2 Mio Schilling waren damals der Jahresumsatz. Umsatz ist nicht gleich Gewinn. In der Gastronomie beträgt die Umsatzrentabilität 5% – wenn man sehr gut ist. Man braucht also 20 Jahre, um einen Gewinn in Höhe eines Jahresumsatzes zu erwirtschaften.

Meine Eltern haben nie wieder ein Kaufangebot bekommen.

Auch 20 Jahre nach dem ersten nicht.
Mein Vater war über 70 Jahre alt, als sie ihr Gasthaus verkauft haben. Für 35.000 Euro – 10 Prozent des damaligen Angebots. Meine Eltern haben mehr als 5 Jahre lang einen Käufer gesucht. Aber da wollte keiner mehr das Gasthaus haben und schon gar nicht um 300.000 Euro.

Das Gasthaus gibt es übrigens nicht mehr.

Welche Lehren ziehe ich aus dieser Geschichte?

  • Sei immer auf den Verkauf deines Unternehmens vorbereitet.
  • Wenn ein Käufer da ist, verhandle mit ihm. Es kommt vielleicht keiner mehr.
  • Besprich den Verkauf deines Unternehmens nicht beim Sonntagsfrühstück mit der Familie, sondern mit professionellen Beratern.

Nach diesem Erlebnis habe ich begonnen, mich mit dem Unternehmensverkauf zu beschäftigen.

Ich will es mittelständischen Unternehmern ersparen, dieselben Erfahrungen zu machen.
Ich will Unternehmer dabei beraten, früh im Unternehmerleben die Weichen zum Verkauf des Unternehmens zu stellen.

Damit sie nicht mit 65 Jahren verzweifelt Käufer suchen müssen.


Damit Unternehmen und Arbeitsplätze erhalten bleiben.


Es geht auch anders

Ein Transportunternehmer, den ich beraten habe, hat es geschafft, sein Unternehmen so aufzustellen, dass gleich 3 Mitbewerber auf dieses Unternehmen aufmerksam geworden sind und es kaufen wollten.

Der Unternehmer wollte zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht verkaufen. Er war noch nicht 55 Jahre alt.

Er hat mit allen 3 Interessenten verhandelt. Den Kaufpreis noch erhöht und an seinen Favoriten verkauft.

Er hat sich eine Insel gekauft und lebt heute in Kalifornien.

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Sei ein Start Up

Mittelständische Unternehmer können von Start Up Unternehmen viel lernen. Bei einem Start Up wird schon bei der Gründung der Verkauf mit geplant.

Florian Gschwandtner, CEO von Runtastic war bei der Gründung des Unternehmens 26 Jahre alt. 6 Jahre später wurde Runtastic an Adidas verkauft.
Um 220 Mio Euro.

Arbeite AM nicht IM Unternehmen

Ray Kroc war in den 1950er Jahren Vertreter für Küchenzubehör. Eines Tages erhielt er eine Bestellung für 6 Milkshake-Mixer für ein Hamburger-Restaurant in San Bernadino.

Er fragte sich, wer gleich 6 Milkshake-Mixer bestellte und besuchte das Restaurant. Es wurde von den Brüdern Richard und Maurice MacDonald betrieben.
Ray Kroc war von dem Unternehmen fasziniert und kaufte die Franchise-Rechte, um sein eigenes McDonalds Restaurant in Illinois zu eröffnen. Das Restaurant von Ray Kroc war ein voller Erfolg.

Daraufhin kaufte er 1961 das Unternehmen der MacDonald-Brüder für 2,7 Millionen US-Dollar. Der Rest ist Geschichte. Ray Kroc erwirtschafte während seiner Lebenszeit ein Vermögen von 500 Millionen Dollar.

Rollen im Unternehmen

Der amerikanische Unternehmensberater Michael Gerber unterscheidet drei Rollen im Unternehmen:

Die Fachkräfte machen die Arbeit, die notwendig ist, um die Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens zu erzeugen und zu verkaufen.

Die Manager schaffen Systeme und Prozesse und erleichtern damit den Fachkräften die Arbeit. Sie schaffen Effizienz.

Der Unternehmer ist die einzige Rolle, die nicht im Unternehmen, sondern AM Unternehmen arbeitet. Der Unternehmer entwickelt die Vision seines Unternehmens. Baut das Unternehmen nach seinen Vorstellungen auf.


Jedes Unternehmen, egal wie es heute dasteht, ist das Ergebnis der Vision, die der Unternehmer für dieses Unternehmen hatte.


Wenn du mit dem derzeitigen Zustand deines Unternehmens nicht glücklich bist, dann stell dir einmal die Frage:

Warum hast du es dann so erschaffen?

Der Kunde des Unternehmers

Für wen baust du dein Unternehmen? Diese Frage lässt sich leicht beantworten, wenn man einmal die Frage stellt:

Für wen produziert dein Unternehmen seine Produkte oder Dienstleistungen?

Da wirst du sagen, was für eine Frage:

Für den Kunden.

Genau. Und wer ist der Kunde des Unternehmers? Derjenige, der das Unternehmen kauft.

Der Nachfolger.

Nachfolgeplanung

Es ist essenziell, sich als Unternehmer zu überlegen:

  • Wem will ich mein Unternehmen verkaufen?
  • Was will der Nachfolger haben?
  • Was interessiert ihn und was nicht?
  • Warum soll er gerade mein Unternehmen kaufen und nicht das eines Mitbewerbers?
  • Was macht mein Unternehmen für den Nachfolger speziell?

Wer kann uns diese Fragen beantworten?

Vielleicht fragst du einmal deinen Nachfolger. Hast du schon einen?

Der erfolgreiche Unternehmensverkauf

Der erfolgreiche Unternehmensverkauf ist keine Utopie.
Aber er ist ein Prozess. Und der dauert ein paar Jahre. Das können 6 Jahre sein wie bei Runtastic. Es können auch mehr sein. Oder auch weniger.

Beginne mit dem Prozess so früh wie möglich. Dann kannst du ein Unternehmen erschaffen, das so attraktiv ist, dass sich gleich mehrere Käufer melden. Gleichzeitig. Wie bei dem Transportunternehmer.

Und dann verkaufe um Himmels willen auch und warte nicht, so wie meine Eltern.

Das klingt jetzt alles nach viel Arbeit.
Ist es auch.

Ja, du kannst es alleine schaffen.
Mit Mühe, Fehlern, Rückschlägen und Teilerfolgen.
Wahrscheinlich wirst du irgendwann wieder von deinem Tagesgeschäft eingeholt und dann schiebst du die Planung auf später.

Du hast ja noch Zeit …

Irre dich da nicht. Die Zeit vergeht schnell!

Aber es darf auch leicht gehen. Wir beraten dich gerne.

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